Wieder schwere Übergriffe auf christliche Familie in Sargodha Punjab

Blasphemie-Gesetzesfall im Distrikt Sargodha Punjab Pakistan. Region kommt nicht zur Ruhe.

© Bild hat Urheberrecht, Verwendung nur mit ausdrücklicher Genehmigung Christen in Pakistan - Frau hält ein Kreuz als Zeichen ihrer Zugehörigkeit zum christlichen Glauben

Am 25. Mai 2024 war ich wie jeden Tag in meinem Büro und erhielt gegen 12:15 Uhr einen Anruf von meinem Freund, der in Sargodha lebt, sein Name ist Nabeel Zaib. Er erzählte mir von der kritischen Situation in Sargodha.

Ich rief sofort das Team von Anthony's Foundation in Deutschland an und bat sie um Geld für die Reise. Denn unser Anthony's Foundation Team, der Anthony's Foundation in Pakistan, wollte, dass ich diesen Ort so schnell wie möglich besuchen sollte.

Dieser war 162 km von Faisalabad entfernt und die Fahrt dauerte etwa 2 ½ Stunden über die Autobahn. Wir gingen zum Busbahnhof, der Bus viel leider aus, da er wegen der kritischen Situation einen Zwischenstopp in Sargodha einlegt hatte. Also besorgten wir uns einen Mietwagen und fuhren nach Mujahid Colony Sargodha. Als wir dort ankamen, sahen wir eine große Anzahl von Polizisten aus dem Punjab die die Situation kontrollierten. Die Polizei erlaubte niemandem, Fotos und Videos zu machen. Sogar die Presse und andere Medien durften keine Bilder und Videos machen, die Polizei entfernte alle Beweise. Die Polizei sperrte das Gebäude einer Schuhfabrik, das schwer verbrannt war. Aber das Team der Anthony's Foundation gab nicht auf und wir machten heimlich Fotos und Videos und sprachen mit den Menschen, die in diesem Gebiet leben. Alle Menschen erzählten uns die gleiche Geschichte, nämlich, dass diese christliche Familie nichts gegen ein heiliges Buch der Moslems getan hatte, sondern diese nur eifersüchtig auf das Geschäft der christlichen Familie war, da diese christliche Familie stabil war und ein solides Einkommen durch die eigene Schuhfabrik hatte.

Zwei Tage vor dem Vorfall hatte diese Familie einen Streit mit einer anderen muslimischen Familie und erstattete Anzeige bei der Polizeistation der Mudschaheddin-Kolonie. Diese Beschwerde wurde auch bei der Polizei registriert.

Aus Rache verbrannten einige extremistische Muslime frühmorgens ihr eigenes heiliges Buch vor dem Haus der christlichen Familie. Gegen 7 Uhr morgens ging der Älteste Mitglied dieser christlichen Familie in die Schuhfabrik Uhr, da kam gegen 09.00 Uhr eine große Anzahl von Menschen in die Fabrik und griffen den alten Mann mit Ziegelsteinen an. Die Extremisten wollten den alten Mann bei lebendigem Leib verbrennen, aber die Polizei kam noch rechtzeitig und rettete den alten Mann. Die Leute hörten nicht zu und so griffen sie auch den Krankenwagen an, mit dem der alte und nun schwer verletzte Mann ins Krankenhaus gebracht werden sollte. Nach Angaben der christlichen Familie waren etwa 800 Extremisten anwesend, um die Mitglieder dieser Familie zu töten, aber dank des beherzten Eingreifens der Polizeikräfte, haben diese die Familie rechtzeitig vor dem aufgebrachten Mob gerettet.

Gott sei Dank, gab es keine Todesopfer. Wie wir uns alle noch an die Tragödie von Jaranwala erinnern, hier in Sargodha, hat die Polizei die christlichen Familien aktiv geschützt.